Berlin - Auftakt gegen Europameister Spanien, Höchstschwierigkeit gegen Rekordweltmeister Frankreich: Die deutschen Handballer haben bei der Auslosung für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) eine herausfordernde Gruppe A erwischt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft auch noch auf Norwegen, Brasilien und Argentinien. Die besten vier Mannschaften der beiden Parallelstaffeln qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), zeigte sich zufrieden. „Ich hatte auf eine so starke Gruppe gehofft“, sagte der 53-Jährige: „Unser Weg zu einer Medaille ist so vielleicht einfacher.“

Gislason sieht die deutsche Gruppe „einen Hauch stärker“, wie der Isländer in einer ersten Einschätzung sagte: „Zu Norwegen, Frankreich und Spanien muss man nicht viel sagen – wir haben sehr etablierte Mannschaften als Gegner“, sagte Gislason: „Dass wir Spanien im Auftaktspiel haben, ist fast egal. Wir nehmen es so, wie es kommt und freuen uns auf die Aufgabe.“

In der Gruppe B messen sich der amtierende Olympiasieger Dänemark, Schweden, Portugal, Japan, Ägypten und Bahrain. Der Start des Turniers und das deutsche Auftaktspiel finden am 24. Juli statt, die Medaillenspiele steigen am 7. August. Die Partien werden im Yoyogi National Stadium in Tokio ausgetragen. Bei den Olympischen Spiel in Rio 2016 hatte Deutschland die Bronzemedaille gewonnen.

Die deutsche Mannschaft hatte im März beim Qualifikationsturnier in Berlin souverän ihr Ticket gelöst. Die Weltmeisterschaft in Ägypten im Januar hatte die DHB-Auswahl personell gebeutelt auf einem historisch schlechten zwölften Platz beendet.