Notizen von der Fußball-Weltmeisterschaft

Unterhaltsames und Interessantes von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

1 Tor und 2 Assists: Argentiniens Lionel Messi jubelt nach dem Spiel gegen Kroatien.
1 Tor und 2 Assists: Argentiniens Lionel Messi jubelt nach dem Spiel gegen Kroatien.Tom Weller/dpa

Doha-Unterhaltsames und Interessantes von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Trainerkritik

Die niederländische Fußball-Legende Ruud Gullit sieht die moderne Trainergeneration im Profifußball offenbar kritisch. Es sei ein Segen für den Sport, dass es immer noch Einzelkönner wie Lionel Messi gibt. „Messi ist Messi. Gut, dass der Einzelne immer noch den Unterschied machen kann. Denn manche Trainer denken, dass sie der Schlüssel zum Erfolg sind“, sagte Gullit. Der 60-Jährige arbeitet bei der WM in Katar als Experte für mehrere Fernsehsender. Als Spieler gewann er mit dem AC Mailand den Europapokal der Landesmeister und mit der niederländischen Nationalmannschaft den EM-Titel. Seine Trainerkarriere unter anderem beim FC Chelsea, Newcastle United und Feyenoord Rotterdam verlief später nicht mehr so erfolgreich.

Lecker, Eis!

Marokkos Torhüter Bono ist bei dieser WM ein gefragter Gesprächspartner. Beim Viertelfinalsieg gegen Portugal wurde der 31-Jährige zum Spieler des Spiels gewählt und musste anschließend zahlreiche Interviews geben. Bei einigen davon hatte er seinen kleinen Sohn dabei - und der hatte vor allem Interesse am großen lilafarbenen Fernsehmikrofon, das Papa da unter die Nase gehalten wurde. Was ist denn das? Vermutlich ein Eis, dachte sich der Kleine wohl. Und während Papa Bono die Fragen zu beantwortete, versuchte der Sohn, immer wieder, das Mikrofon in die Hände zu bekommen und abzuschlecken.

Lobpreisung

Lionel Messis Torvorlage zum 3:0 im Halbfinale gegen Kroatien verzückte nicht nur die Argentinier. Der italienische TV-Experte Lele Adani kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. „Unglaublich! Erhebt euch! Nur ein Genie wie Messi hat so eine Aktion drauf, die uns Maradona zurückbringt auf den Fußballplatz. Er dribbelt an allen vorbei, auch an den Kamelen in der Wüste“, schrie der frühere Nationalspieler in das Mikrofon des Senders Rai. Als die Kameras gerade ein Lächeln im Gesicht von Messi einfingen, sagte Adani: „Das sind die Augen eines Außergewöhnlichen, eines Kindes, das den Fußball liebt und ihn an alle verschenkt, auch an diejenigen, die nicht lieben können. Öffnet euer Herz und dankt dafür, dass Messi noch für uns alle spielt.“

Stellenanzeige

Belgien sucht nach dem Rücktritt von Roberto Martínez im Anschluss an das blamable WM-Vorrunden-Aus in Katar einen neuen Nationaltrainer - und zwar mit einer öffentlichen Stellenanzeige. Gesucht werde ein hauptamtlicher Nationalcoach, „der weiß, wie man gewinnt“, schrieb der Verband unter anderem auf seiner Internetseite. Bis 10. Januar 2023 könne man sich bewerben, danach werde eine Taskforce das Auswahlverfahren starten. Belgien war in der Gruppe F nur Dritter geworden und hatte die K.o.-Phase verpasst.

Schmähgesang

Den Einzug ins Finale feierten die Argentinier fast schon wie den Titel selbst. Im Netz kursieren Videos, wie sie im Anschluss an das 3:0 gegen Kroatien ausgelassen in ihrer Kabine tanzen und singen. Und der Song dürfte nicht jedem gefallen. „Was ist passiert, Brasilien?“: Das Lied beginnt also mit einem Gruß an den großen Rivalen, der bereits im Viertelfinale ausgeschieden ist. „Der fünffache Weltmeister ist raus!“ Außerdem enthält das Lied, welches die Spieler lautstark zelebrieren, noch einen wenig freundlichen Gruß an die Engländer in Bezug auf den Krieg um die Falkland-Inseln.