Köln - Sebastian Vettel droht nach seinem Unfall mit dem Kanadier Lance Stroll beim Großen Preis von Italien eine Rennsperre, sollte er sich in den kommenden drei Rennen weitere Strafen einfangen. Der Deutsche war zu Beginn des Rennens nach einem Dreher in Strolls Force India hineingefahren, nachdem er unerlaubt auf die Strecke zurückgekehrt war.

Dafür erhielt Vettel neben einer 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe während des Rennens drei Strafpunkte für seine Fahrerlizenz von den Renn-Stewards des Welt-Automobilverbands FIA. Strafpunkte werden vergeben, wenn ein Fahrer während des Rennwochenendes Fahrerkollegen durch seine Aktionen in Gefahr bringt oder Unfälle verursacht. Drei Strafpunkte können maximal pro Vorfall vergeben werden. Bei zwölf Strafpunkten innerhalb eines Jahres droht einem Fahrer eine Rennsperre.

Vettel hat derzeit neun Strafpunkte auf seinem Konto und muss in den kommenden drei Rennen aufpassen, da er erst nach dem Großen Preis von Japan in Suzuka (13. Oktober) einen Teil seiner Strafpunkte verlieren wird. Die FIA hat das Punktesystem eingeführt, um Unfälle zu vermeiden und Fahrer zu schützen.

Der letzte Formel-1-Pilot, der mit einer Rennsperre belegt wurde, war der heutige Haas-Pilot Romain Grosjean. Der Franzose hatte 2012 beim Großen Preis von Belgien einen Massenunfall ausgelöst und war bereits zuvor mit einigen Unfällen aufgefallen, woraufhin er gesperrt wurde. Das heutige Punktesystem war damals aber noch nicht in Kraft. Dementsprechend wäre Vettel der erste Pilot, der durch das neue System eine Rennsperre kassieren würde. (sh)