Öffentliches Training der Nationalelf in Berlin: Selfie mit dem Bundestrainer

Große Augen machen nicht nur kleine Kinder, sondern auch große Bundestrainer, die kürzlich am Schwarzen Meer auf Normalgröße zurechtgestutzt worden sind. Als solch ein Trainer kehrt man gerne mal an die Spree zurück, um Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft bei oktoberfestartigen Bedingungen öffentlich zu trainieren. 

5000 Zuschauer

In der Party-Hauptstadt Berlin wird jeder gefeiert. Wo sonst würden Fans vor Begeisterung kreischen, wenn einer wie Joachim Löw während einer Übung seiner Fußballer im Hertha-Amateurstadion auf sie zukäme, um sie abzuklatschen?

5 000 Leute kamen, um Trainer und Fußballern zuzusehen, wie sie sich auf die Nations-League-Spiele in den Niederlanden am Sonnabend und drei Tage darauf bei Weltmeister Frankreich vorbereiten. „Es ist schön, die Tore wieder aufzumachen, die Begegnung mit den Fans zu haben“, fühlte sich Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff zu sagen bemüßigt. 

Löw machte dann noch mal große Augen, als  am Dienstag Bayern Münchens Leon Goretzka und Frankfurts Torhüter Kevin Trapp   für die Spiele verletzt absagten. Dafür rücken der Münchner Serge Gnabry und Torhüter Bernd Leno vom FC Arsenal nach.

Selfies mit Fans und Autogramme fürs Volk sollen nach dem WM-Debakel in diesem Sommer nun wiederholt für große Augen bei kleinen Kindern und großen Fußball-Liebhabern sorgen. Bierhoff kündigte für November ein erneutes öffentliches Training an.

„Es war eine Erkenntnis, dass wir die Begegnung mit den Fans schaffen müssen, auch wenn es hier leider nur 5000 sind. Das ist auf 80 Millionen gerechnet ja nicht viel“, stellte Bierhoff eine nicht ganz uneitle Rechnung an. Das Olympiastadion, wo 75000 Menschen hineinpassen, hatte er seiner Truppe aber ganz offensichtlich ja auch nicht zugetraut.