Offensive Hertha: Ronny noch zu riskant, Wagner krank

Hertha-Trainer Jos Luhukay sieht vorerst keinen Grund für eine offensivere Ausrichtung seines Fußball-Bundesliga-Teams. „Wir haben nicht das Problem, dass wir in der Offensive nicht stark genug wären“, sagte der Niederländer am Mittwoch mit Blick auf acht Tore aus den ersten beiden Spielen. Am Samstag (18.30 Uhr) erwartet der Hauptstadtclub den Hamburger SV, der in den ersten beiden Partien acht Gegentreffer kassierte.

Zuletzt hatte der Coach von Hertha BSC seinem Aufstiegsheld Ronny - zu Saisonbeginn nur Reservist - eine stark ansteigende Form attestiert. Dennoch möchte Luhukay den Brasilianer nicht zusammen mit dem neuen Spielmacher Alexander Baumjohann aufbieten. Das hält er für zu riskant. „Dafür müsste ich einen Sechser opfern - das bringt die Gefahr, dass wir in der Rückwärtsbewegung anfällig werden“, so Luhukay.

Nah an der ersten Elf

Dennoch sei Ronny „nah dran an der ersten Elf“. Nach dem 2:2-Unentschieden beim 1. FC Nürnberg hatte der 27-Jährige über leichte Rückenbeschwerden geklagt, am Mittwoch konnte er das Mannschaftstraining jedoch beschwerdefrei absolvieren. „Ronny kann voll mittrainieren“, sagte Luhukay. „Wir müssen aber abwarten, wie er die nächsten Tage verkraftet.“

Herthas Innenverteidigung steht derweil schon fest - auch, wenn Routinier Maik Franz nach dessen abgelaufener Sperre als neue Alternative bereit steht. „Es gibt keinen Bedarf etwas zu verändern“, meinte Luhukay. Demnach werden am Samstag gegen den HSV wieder John Anthony Brooks und Sebastian Langkamp auflaufen.

Unterdessen hat sich Stürmer Sandro Wagner mit Magen-Darm-Problemen abgemeldet. Der 25-Jährige konnte am Mittwoch nicht trainieren, ob er am Samstag zum Kader gehören wird, ist derzeit unklar. Dafür stand der 20 Jahre alte Maximilian Obst aus Herthas U-23-Team auf dem Schenckendorffplatz. „Er wird situativ immer mal wieder bei den Profis mittrainieren“, kündigte Luhukay an. (dpa)