Auf die Kanuten ist aber auch in puncto Gold immer Verlass. Auf dem Dorney Lake war es Olympia-Neuling Brendel, der gleich am ersten Finaltag alle Zweifel daran beseitigte. Der 24-jährige Potsdamer schüttelte nach dem Zieleinlauf zunächst völlig entgeistert den Kopf, realisierte nur langsam seine Leistung und reckte dann vor 30.000 Zuschauern die geballte Faust in Luft.
„Das ist Wahnsinn. Ich bin gut weggekommen, nach 200 Metern habe ich dann gemerkt, dass das heute was werden kann. Am Ende habe ich dann noch einen oben drauf gelegt und gesehen, dass die anderen nicht mithalten können“, sagte der Europameister. Sein großes Vorbild Andreas Dittmer war vor zwölf Jahren in Sydney zuletzt auf der 1000-Meter-Strecke zum Sieg gepaddelt.

Anders als bei der WM im Jahr zuvor, als er nach einem Paddelbruch im Vorlauf ausgeschieden war, ließ Brendel das Material diesmal nicht im Stich: „Das Paddel hat gehalten. Der Hersteller hat mir versichert, dass das Ding diesmal nicht brechen wird.“ Mit kraftvollen Stößen brachte er am Ende fast eine Bootslänge zwischen sich und Athen-Olympiasieger David Cal aus Spanien.

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