Split - Nach dem Ausfall von NBA-Star Dennis Schröder sieht Alba Berlins Maodo Lo beim olympischen Qualifikationsturnier die gesamte Mannschaft gefordert. „Für mich persönlich bedeutet es natürlich mehr Verantwortung, aber wir müssen es als Kollektiv auffangen“, sagte Lo am Sonnabend in einer Online-Pressekonferenz im Team-Quartier der deutschen Basketballer in Split. „Ich sehe es nicht so, dass ich es alleine tragen muss“, sagte der Point Guard vom deutschen Meister.

Schröder ist derzeit ohne Vertrag

Der Deutsche Basketball Bund hatte am Freitag völlig überraschend mitgeteilt, dass Schröder in diesem Sommer nicht zur Verfügung stehen wird, weil die Versicherungsfrage nicht geklärt werden konnte. Der Point Guard, der zuletzt bei den Los Angeles Lakers unter Vertrag stand, ist aktuell ohne Club, hofft aber auf einen hoch dotierten Kontrakt für die kommenden Jahre. Das und die Corona-Situation hätten dafür gesorgt, dass die Kosten für Schröders Versicherung nicht zu finanzieren gewesen seien, hieß es vom Verband.

Bundestrainer Henrik Rödl muss nun ohne seinen besten Spieler auskommen, glaubt aber nicht, dass die Mannschaft zu sehr niedergeschlagen ist. „Ich glaube, wir haben das sehr gut verarbeitet. Dennis hat die Jungs in Heidelberg zusammengenommen und ihnen die Situation erklärt. Es hat es gut gemacht, ich habe nicht den Eindruck, dass die Jungs groß geschockt sind“, sagte Rödl.

Deutschland ist Außenseiter

Ohne Schröder geht Deutschland nur noch als Außenseiter in die Qualifikation. Die DBB-Auswahl trifft in der Vorrunde am Dienstag auf Mexiko und zwei Tage später auf Russland. Nur der Sieger des Turniers sichert sich das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio. „Es wäre ein wahnsinniger Erfolg für uns. Das ist der Grund, warum wir nach dieser langen Saison alle noch zur Nationalmannschaft gekommen sind“, sagte Lo. Letztmals war Deutschland 2008 in Peking mit Superstar Dirk Nowitzki bei Olympia dabei.