Usain Bolt redet, wie er rennt. Konzentriert und überzeugend. Das Lustigsein spart er sich für zwischendurch auf. Anderthalb Stunden ist es her, seit er zum zweiten Mal nach 2008 Olympiasieger geworden ist. Seit er in 9,63 Sekunden die 100 Meter schneller gerannt ist als jeder andere jemals – abgesehen von ihm selbst bei seinem Weltrekordlauf in 9,58 Sekunden vor drei Jahren in Berlin.

Anderthalb Stunden ist es her, seit Bolt das schnellste olympische 100-Meter-Finale der Historie anführte, mit weiteren sechs Männern, die in seinem Sog ebenfalls unter zehn Sekunden liefen, allen voran sein Trainingspartner Yohan Blake (9,75) und der Amerikaner Justin Gatlin (9,79). Hätte sich Asafa Powell nicht verletzt, wären wohl alle acht Finalisten unter der magischen Marke geblieben. Natürlich darf und sollte gezweifelt werden, ob das möglich ist ohne verbotene Hilfsmittel. Aber wo Usain Bolt ist, werden Zweifel zur Nebensache. Wo Usain Bolt ist, wird alles andere zur Nebensache.

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