Berlin - Die Sorge der deutschen Olympia-Athleten vor einer Corona-Infektion ist einen Monat vor dem Beginn der Winterspiele in Peking groß. „Bei allen Wintersport-Weltcups dieser Saison sehen wir, dass die Blasen nicht halten und immer wieder Fälle auftreten“, sagte Karla Borger, Präsidentin des Vereins Athleten Deutschland: „Es kann jeden erwischen. Die Quarantäne-Bedingungen, die die Sportlerinnen und Sportler dann erwarten, waren teilweise nicht zumutbar.“

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stehe in der Pflicht, in dieser Hinsicht nachzubessern, sagte Borger: „Zudem besteht das Risiko falsch positiver Tests, die dennoch eine lange Quarantäne nach sich ziehen. Hier gilt es genau hinzuschauen, damit Athletinnen und Athleten sich der Quarantäne nicht unbegründet aussetzen müssen.“ Wenn das Virus „zum falschen Zeitpunkt zuschlägt oder auch nur der Test positiv ist, kann das enorme Folgen haben“, ergänzte die 33-Jährige: „Das ist ein unangenehmes Gefühl für alle.“

Am Dienstag ist es noch ein Monat bis zum Start der Spiele vom 4. bis zum 20. Februar. Die Olympiastarter sind laut Borger in der Endphase der Vorbereitung nun „vor allem darauf konzentriert, in Peking ihre Bestleistungen abzurufen“. Es bestehe trotz der Kritik am Ausrichter China eine Vorfreude darauf, sich dort mit den Besten der Welt messen zu können; der Auftritt auf der Weltbühne sei für einen Großteil der Athleten der Karrierehöhepunkt.