Berlin/Tokio - Es gab keinen Gefühlsausbruch, es gab keine Tränen. Im bislang größten Moment seiner Karriere lachte Alexander Zverev, nachdem er unmittelbar nach dem letzten Ballwechsel kurzzeitig auf die Knie gesunken war. Der Augenblick war zu groß für den 24-Jährigen, es muss sich unwirklich angefühlt haben. „Ich glaube, es gibt kaum jemanden auf der Welt, der gerade glücklicher ist als ich“, sagte er einige Zeit später. Der Tennisspieler hatte die vierte Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio gewonnen. Die Bedeutung des Erfolgs ist aber weit größer als ein Strich in der Medaillenbilanz; Zverev wurde im Ariake Tennis Park zu einem Großen seiner Sportart und wird vielleicht bald zu einem Liebling der Deutschen.

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