Berlin/Tokio - Für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) sind die Olympischen Spiele in Tokio regelrechte Festspiele. Mit der Bronzemedaille von Hannes Aigner im Einer-Kajak gewannen die DKV-Athleten in allen vier Kanuslalom-Disziplinen eine Medaille. Ricarda Funk wurde Olympiasiegerin, Sideris Tasiadis und Andrea Herzog hatten jeweils die Bronzemedaille gewonnen. So eine olympische Erfolgsbilanz hatten die Slalomkanuten seit den Spielen in München 1972 – als die DDR-Sportler dreimal Gold und einmal Bronze holten – nicht mehr.

Probleme im Halbfinale

Aigner, der Dritte von London 2012, musste sich nach einem Lauf ohne Stangenberührung nur dem neuen Olympiasieger Jiri Prskavec aus Tschechien und Jakub Grigar aus der Slowakei geschlagen geben. Der 32-Jährige erlaubte sich zwar kleine Patzer und hatte Probleme an Tor fünf, aber die ganz großen Fehler blieben aus.

Dabei hatte Aigner im Halbfinale kleinere Probleme und war nur als Siebter in den Kampf um die Medaillen eingezogen. Im Kasai Canoe Slalom Centre waren in der Vorschlussrunde die Mitfavoriten Peter Kauzer aus Slowenien und der Italiener Giovanni de Gennaro bereits gescheitert.