Tokio - Um zu erahnen, wie eng Freude und Leid an diesem Dienstag im Olympiastadion voneinander entfernt lagen, reichte ein Blick auf den Absprungbalken beim Weitsprung. Der Bereich, den die Springerinnen mit dem Schuh berühren durften, ehe der Versuch als ungültig erklärt wird, misst 20 Zentimeter. Eben jene 20 Zentimeter Abstand lagen im Finale der Frauen zwischen der Olympiasiegerin und der Achtplatzierten Jazmin Sawyers aus Großbritannien. So knapp war eine olympische Entscheidung in dieser Disziplin noch nie, sodass Malaika Mihambo Glück benötigte, um sich in die Geschichtsbücher zu springen. Es war aber kein Zufall, dass der Deutschen ganz am Ende des Wettkampfes der weiteste Satz in die Sprunggrube von Tokio gelang. Mit einem Sieben-Meter-Satz im sechsten Versuch kürte sich die Oftersheimerin zur Olympiasiegerin.

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