Kolomna. Beflügelt vom Team-Erfolg beim Auftakt in Heerenveen nehmen die deutschen Eisschnellläuferinnen am Wochenende die zweite Weltcup-Station im russischen Kolomna in Angriff.

«Drei von vier Strecken beim Weltcup-Auftakt liefen richtig gut. In Kolomna möchte ich meine Leistung von der deutschen Meisterschaft über 3000 Meter bestätigen und zeigen, dass ich es besser kann als in Heerenveen», erklärte Claudia Pechstein.

Die 40 Jahre alte Berlinerin hat das größte Pensum im neunköpfigen deutschen Aufgebot zu bewältigen. Sie wird neben den 1500 und 3000 Metern auch wieder im Massenstartrennen dabei sein. Stephanie Beckert, die in Heerenveen die 3000 Meter für sich entschied und auch das Team zum ersten Erfolg seit zwei Jahren führte, will in der 2007 eröffneten Halle 110 Kilometer südöstlich von Moskau ihre Führung im Klassement ausbauen. Ein Teamrennen steht nicht auf dem Programm.

Für den Chemnitzer Alexej Baumgärtner, Sohn einer deutschen Mutter und eines russischen Vaters, ist Kolomna fast ein Heimspiel. Er war in Heerenveen auf Platz elf bester Deutscher, in Kolomna soll nun ein Platz in den Top 10 über 5000 Meter folgen. Olympiasiegerin Ireen Wüst hat indes ihre Starts abgesagt. Nach Informationen ihres Teams hat sich die Niederländerin noch nicht von einer Grippe erholt. (dpa)