Ar-Rayyan - Im Kampf um den vorletzten noch freien Platz für die Fußball-Weltmeisterschaft setzt Peru auch auf die Erfahrungen seit der letzten Begegnung mit Australien bei der WM 2018.

„Wir sind nicht das gleiche Team wie vor vier Jahren. Viele sind reifer geworden“, betonte Torwart und Kapitän Pedro Gallese bei einer Pressekonferenz im Ahmad Bin Ali Stadium in Ar-Rayyan in Katar. „Wir haben die Verantwortung, das Land zu einer weiteren WM zu bringen“, ergänzte Trainer Ricardo Gareca.

Beide Nationen wollen zum sechsten Mal zu einer WM. In Russland 2018 hatten sich Peru und Australien in der Gruppenphase gegenübergestanden. Peru gewann damals in Sotschi 2:0, fürs Weiterkommen reichte es nicht. „Wir wollen unser Land glücklich machen“, betonte Keeper Gallese nun vor der Partie an diesem Montag (20.00 Uhr/MESZ) in Ar-Rayyan bei Doha.

Siegen oder fiegen

Der Sieger des interkontinentalen Duells wird den noch freien Platz in der Gruppe D mit Titelverteidiger Frankreich, Dänemark und Tunesien bekommen. Australien hatte sich mit einem Sieg in Ar-Rayyan am vergangenen Dienstag dank der Treffer von Jackson Irvine vom Zweitligisten FC St. Pauli und Ajdin Hrustic von Bundesligist und Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt gegen die Vereinigten Arabischen Emirate für das alles entscheidende Match qualifiziert.

„Das ist das wichtigste Spiel unsere Lebens - das gilt für uns und für sie“, sagte Perus Torwart Gallese (32). Und Trainer Gareca (64), der ein intensives Spiel wie vor vier Jahren in Sotschi erwartet, betonte: „Wir müssen sehr aufmerksam sein, es gilt: Siegen oder fiegen.“

Der auch noch freie Platz in der Gruppe mit Deutschland wird am Dienstag im zweiten Playoff im WM-Gastgeberland zwischen Costa Roca und Neuseeland entschieden.

Australien setzt auch auf Katar-Eingewöhnung

Australiens Nationalcoach Graham Arnold hält Gegner Peru für unberechenbar. „Du musst auf alles vorbereitet sein“, sagte er. Der 59-Jährige machte dabei einen zuversichtlichen Eindruck vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel: „Wir haben Respekt vor Peru, wir glauben aber auch an uns selbst.“

Arnold setzt auch darauf, dass sich seine Mannschaft bereits seit zwei Wochen an die ungewöhnlichen Bedingungen im WM-Gastgeberland Katar gewöhnen konnte. Am Sonntag stieg das Thermometer schon am Vormittag deutlich über 40 Grad, zudem herrschte heftiger Wind. Das Stadion ist indes klimatisiert.