Was der Leser dieser Zeitung bereits am 7. Mai wussten, ist jetzt amtlich: Hertha-Talent Julius Kade, 20, wechselt zum Stadtrivalen 1. FC Union – und trifft nach dem historischen Aufstieg der Rot-Weißen bereits in der kommenden Bundesliga-Saison auf seinen Jugendverein.

Kade, der in Kladow aufwuchs, kickt ab sofort in Köpenick. „Als gebürtiger Berliner habe ich Unions Entwicklung immer mitverfolgt. Jetzt selber das rot-weiße Trikot zu tragen, macht mich sehr stolz“, lässt sich der Mittelfeldmann auf der eisernen Homepage zitieren.

Union der richtige Schritt 

Kade, der seit seinem achten Lebensjahr für Hertha spielt, will bei den Eisernen endlich den Durchbruch schaffen (bisher acht Bundesliga-Minuten), unterschrieb für zwei Jahre und kommt ablösefrei. „Ich denke, dass ich hier die richtigen Schritte unternehmen kann, um als Fußballer weiter voranzukommen und freue mich sehr auf die neue Umgebung, die Mannschaft und den gesamten Verein.“

Kaum Erstliga-Erfahrung

Fraglich bleibt, ob der 1,83-Meter-Mann nach Unions Aufstieg nun tatsächlich mehr Einsatzzeit in der Bundesliga bekommt. Dass er mit seinem ausgeprägten Zug zum Tor grundsätzlich die Fähigkeiten dazu hat, bewies er diese Saison trotz einer schweren Sprunggelenksverletzung in der Regionalliga mit vier Toren und zwei Vorlagen in acht Spielen.

Kades neuer Boss, Union-Manager Oliver Ruhnert freut sich über den Transfer: „Mit Julius konnten wir uns einen jungen Spieler mit immensem Potential sichern. Ich bin überzeugt davon, dass er uns in Zukunft mit seiner Geschwindigkeit und seinem Zug zum Tor eine große Hilfe sein kann.“