Sie stehen in diesem Moment allein an der Linie, den Volleyball in den Händen, Verantwortung kulminiert. Jeder hat da seine Routine. Kyle Russell streckt ihn mit einer Bewegung, die nach Ballett aussieht, weit vor seine breite Brust, dann holt er Luft, bevor er zum Sprungaufschlag ansetzt. Sebastian Kühner prellt den Ball auf den Hallenboden, manchmal führt er ihn hinter dem Rücken von der einen Hand in die andere, bevor Wurf und Sprungaufschlag mit links folgen. Bei Georg Klein oder Jeff Jendryk ist der Ablauf schneller, ihre Anläufe kürzer, sie stupsen den Ball als Flatteraufschlag übers Netz. Sergej Grankin sucht meist das Risiko, scheint im Flug stillzustehen, die Arme wie beim Pfeilabschuss in Position. Manchmal serviert er kurz, direkt in die Lücke.

Der Aufschlag im Volleyball ist wichtig, in den Play-offs wird er noch wichtiger, „in den schwierigen Spielen gegen die besten Teams macht er am meisten Sinn“, sagt BR Volleys-Trainer Cedric Enard. „Es ist die einzige geschlossene Aktion ohne Mitspieler- oder Gegnerkontakt. Nur der eigene Wurf. Du kannst ihn mit taktischer Absicht ausführen, mit Aggressivität, mit Risiko. Darüber musst du dir vorher im Klaren sein.“

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