Polizei: Hohe Warnstufe vor Union-Spiel gegen Malmö

Die Berliner Polizei hat das Europa-League-Spiel des 1. FC Union gegen Malmö FF in einer hohen „Gefährdebewertungsstufe“ eingeordnet. Eine Anreise von Risiko...

ARCHIV - Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug.
ARCHIV - Der Polizei-Schriftzug steht auf einem Einsatzfahrzeug.Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin-Die Berliner Polizei hat das Europa-League-Spiel des 1. FC Union gegen Malmö FF in einer hohen „Gefährdebewertungsstufe“ eingeordnet. Eine Anreise von Risikofans aus Schweden für die Partie am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL+) im Stadion An der Alten Försterei sei nicht auszuschließen, teilte die Polizei am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Berliner Landesinformationsstelle für Sporteinsätze bewerte die Lage fortlaufend. Dabei würde auch die Kommunikation von Fangruppen beobachtet. Über die konkrete Einsatzstärke der Polizeikräfte werde erst am Spieltag entschieden. 

Auch der Berliner Fußball-Bundesligist bereitet sich auf einen möglicherweise schwierigen Europacup-Abend vor. „Es gibt sehr viel Polizeipräsenz“, bestätigte Kommunikationschef Christian Arbeit bei der Pressekonferenz der Eisernen am Mittwoch. Die Zahl der vom Verein bereitgestellten Ordner im Stadion werde am Donnerstag um 100 auf 400 erhöht.  

Am vergangenen Donnerstag hatten beim Hinspiel in Malmö, das Union mit 1:0 gewann, Zuschauer in beiden Fanblöcken massiv Pyrotechnik abgebrannt und Feuerwerkskörper gezündet. Die Partie stand vor dem Abbruch. Die Europäische Fußball-Union ermittelt, hat aber noch nicht über ein Strafmaß entschieden.  Der 1. FC Union sei seit dem Hinspiel mit dem schwedischen Club in Kontakt, bestätigte Arbeit. 

Eine Konsequenz: Malmö-Fans dürfen nur mit einem schwedischen Personaldokument in den Gästeblock. So soll offenbar verhindert werden, dass Hertha-Fans ins Stadion gelangen. Die Anhänger des Clubs stehen in enger Verbindung zu Anhängern von Hertha BSC, dem Berliner Lokalrivalen von Union. Die 1150 Tickets für Gäste-Fans waren in Schweden zügig vergriffen. 

Mit Blick auf das Verhalten der Union-Anhänger bei dem Spiel in Malmö sei es nicht verwunderlich, dass man sich Sorgen mache, sagte Malmös Sicherheitschef Peter Narbe der Zeitung „Sydsvenskan“. Eine große Gefahr von Racheaktionen vonseiten der MFF-Fans sehe er aber nicht.

Die Malmöer Anhänger werden sich nach Angaben der Zeitung vor der Partie am Hackeschen Markt treffen und dann mit einem eigenen Zug vom Alexanderplatz auf zur Alten Försterei hinausfahren. Man steige eine Station früher aus, um nicht mit Union-Anhängern zusammenzugeraten, sagte Narbe demnach. Die Polizei sei die gesamte Zeit dabei.