Ein Polizist vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt am Main. 
Foto:  DPA/Frank Rumpenhorst

Frankfurt am Main - Die Polizei hatte ein schweres Dienstfahrzeug an der Feuerwehrzufahrt am Ende der Otto-Fleck-Schneise abgestellt. Beamte mit Mundschutz riegelten bereits die Zufahrt zum Parkdeck beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ab. Während rund 20 Reporter, Kameraleute und Fotografen gehörigen Sicherheitsabstand wahrten, zückten drei Personen nur kurz ihren Dienstausweis, um Zutritt zu erhalten: im Schlepptau ein Koffer mit der Aufschrift „Hessische Finanzverwaltung“. Zahlreiche Kollegen der Steuerfahndung, des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits im DFB-Gebäude. Einige davon kamen mit Schutzwesten und Schusswaffen aus der Drehtür.

Am Mittwoch spielten sich im Frankfurter Stadtwald Szenen ab, die bei der Bekämpfung der Clan-Kriminalität, von Drogengeschäften oder Geldwäsche verortet werden, nicht aber beim größten Einzelsportverband, der den Fußball gerne als das letzte große Lagerfeuer der Gesellschaft beschreibt. Nun aber steht das eigene Haus mal wieder in Flammen, denn die Frankfurter Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen ermittelt wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung.

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