Bleibt am Ball: Sky Sport.
Foto: Nordphoto/Krokenke

Berlin - In den vergangenen Jahrzehnten kannte die Entwicklung der Erlöse aus den Übertragungsrechten der Fußball-Bundesliga nur eine Richtung: nach oben, zuletzt sogar steil nach oben. Bei der Auktion der Rechte 2016 erlöste die Deutsche Fußball Liga (DFL) sagenhafte 83 Prozent mehr als im vorangegangenen Vergabezeitraum. Statt wie zuvor 630 Millionen pro Saison spülten die Einnahmen aus den Übertragungsrechten der Liga knapp 1,2 Milliarden Euro in die Kassen.

Insofern stellt die Rechtevergabe 2020 eine Zäsur dar: Die DFL kann ab der Saison 2021/22 im Schnitt nur noch Einnahmen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro aus der Vergabe ihrer deutschsprachigen Rechtevergabe erzielen. Dass der Chef des Ligaverbands Christian Seifert bei der Vorstellung des Resultats der Auktion dennoch mehrfach von einem „ordentlichen Ergebnis“ sprach, lag an den Umständen. Wegen der Coronakrise war ohnehin mit sinkenden Einnahmen gerechnet worden. Zudem verwies Seifert darauf, dass bei der vergangenen Rechtevergabe der Premier League, die noch vor der Pandemie stattfand, die Erlöse um zehn Prozent zurückgingen. Dass sie mit 1,72 Milliarden Euro aber dennoch deutlich über denen der Bundesliga liegen, verschwieg der DFL-Geschäftsführer.

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