Urs Fischer, der Trainer des 1. FC Union, liebt die Ruhe. Dass der leidenschaftliche Angler während seines Schaffens in Köpenick jemals so richtig laut geworden ist, ist nur gerüchteweise überliefert. In der Halbzeitpause eines Hinrundenspiels in der Aufstiegssaison soll es mal richtig gekracht haben. Doch jeder, der den Schweizer regelmäßig erlebt, kann sich kaum vorstellen, wie das gewesen sein muss.

So ist es kaum verwunderlich, dass der Fußball, der in Köpenick seit der Ankunft des Trainers vor einem guten Jahr gespielt wird, sichtbar von der Mentalität des Übungsleiters geprägt ist. Kein Hurra-Spiel, keine Tore am Fließband – stattdessen eine stabile Defensive, die ein kontrolliertes Umschalten nach Ballgewinn initiiert. Unter Fischer ist die Abwehr zum Prunkstück des 1. FC Union geworden. Keine Mannschaft ließ in der vergangenen Zweitliga-Saison weniger Gegentore zu als der Aufsteiger. Und trotzdem wurde die „Berliner Mauer“, wie sie Torwart Rafal Gikiewicz mal bezeichnete, in der Vorbereitung auf die erste Bundesliga-Saison noch einmal deutlich aufgerüstet.

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