FLORENZ - Sie werden viel Platz haben, die 42 stimmberechtigten Kongressmitglieder des Radsport-Weltverbandes (UCI), wenn sie am Freitag in Florenz ihren Präsidenten wählen. Für die Sitzung wurde der prächtigste Veranstaltungsort der Stadt gebucht: Der Saal der Fünfhundert im Palazzo Vecchio. Er war vor mehr als 500 Jahren im Auftrag von Girolamo Savonarola erschaffen worden. Dort traf sich nach der maßgeblich vom Bußprediger bewerkstelligten Vertreibung der Medici der Rat der Stadt. Das Sagen aber hatte für ein paar Jahre nur einer: Savonarola. Unerbittlich zog er gegen Luxus und Dekadenz zu Felde, ließ Schriften antiker Autoren und Kunstwerke zu Scheiterhaufen türmen und verbrennen. Dort, zu Füßen des Palazzo Vecchio, brannte schließlich auch er.

So weit wird es wohl nicht kommen, wenn die Fraktionen in der UCI die Klingen kreuzen. Doch der Salone dei Cinquecento ist ein passender Ort für den Showdown zwischen dem um eine dritte Amtszeit kämpfenden Präsidenten Pat McQuaid und Herausforderer Brian Cookson. Denn ein edler Zweikampf ist das Ringen um den UCI-Thron nicht.

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