BerlinDie neue Woche fing deutlich besser an als die vorherige endete. Zumindest für diejenigen, die den Blick auf das Regionalliga-Duell zwischen dem BFC Dynamo und der VSG Altglienicke richteten. Nach einem Corona-Verdacht im Kader des BFC musste das Spiel der beiden Jahnsportpark-Heimstätten-Nutzer vor einer Woche abgesagt werden, am Montag gab es Entwarnung. Der Test fiel negativ aus und die Dynamos durften gleich doppelt im Training über den Rasen schnurren. Und einmal auf Touren wurde auch kurz darauf ein Nachholtermin für das Spiel gegen Altglienicke gefunden: Am 11. November wollen die Teams den nächsten Anlauf für ein direktes Duell nehmen.

Bis dahin kann immer nur eine Mannschaft pro Spieltag im Jahnstadion auflaufen. Am diesem Freitagabend wird das die VSG Altglienicke sein, die dort ab 19 Uhr Gastgeber für die U23 von Hertha BSC ist. Auch wenn das Spiel beim BFC abgesagt wurde, musste die Mannschaft von Karsten Heine nicht vorsorglich in Quarantäne gehen. Anstelle des Spiels wurde am Samstagvormittag trainiert, den Sonntag hatten seine Spieler zur freien Verfügung. „Eineinhalb freie Tage müssen reichen“, sagte der Trainer.  

Als wäre der Spielausfall nicht schon genug gewesen, gewann Tabellenführer Viktoria Berlin auch noch das zehnte Saisonspiel und packte auf den ohnehin schon üppigen Fünf-Punkte-Vorsprung weitere drei Zähler drauf. In Altglienicke können sie die Augen davor natürlich nicht verschließen. „Man muss sagen, dass Viktoria das sehr, sehr gut macht. Die haben uns geschlagen, Cottbus und Chemnitz. Das muss man anerkennen. Wenn die so weitermachen, wird es ganz schwer, die da oben runter zu kriegen. Aber es sind nur fünf Punkte Rückstand. Wenn die einmal verlieren, dann ist alles wieder ganz, ganz eng beisammen“, so Heine.

Wobei man natürlich sagen muss, dass es nur fünf Punkte Rückstand sind, wenn sein Team das Nachholspiel gegen den BFC gewinnt. Und natürlich auch das Spiel am Freitagabend gegen die U23 der Hertha gewonnen wird. Aber auch der FC Viktoria und der BFC müssen zur selben Zeit ran. Die vermeintlich einfachere Aufgabe wartet bei Tennis Borussia Berlin auf das Team von Christian Benbennek. Aber: „Man darf sich nicht davon blenden lassen, dass TeBe ein Aufsteiger ist. Sicher, sie sind zuletzt gegen Lok böse unter die Räder gekommen. Aber sie haben Fürstenwalde mit 4:2 geschlagen, das muss man auch erst einmal hinbekommen“, so der BFC-Trainer.

Gespannte Blicke werden sich am Freitag ab 19 Uhr aber auch wieder auf den FC Viktoria Berlin richten. Alle zehn Saisonspiele konnte der Tabellenführer der Staffel Nordost bislang gewinnen, leistete sich aber in den Schlussphasen der vergangenen drei Spiele Konzentrationsschwächen. Alle fünf Gegentreffer fielen nach deutlichen Führungen nach der 80. Spielminute und hätten den ersten Punktverlust bedeuten können. Genau darauf hoffen die Verfolger auch am Freitagabend.