Das Gefühl, so hat es Christopher Trimmel am Tag nach dem 1:1 gegen Bielefeld seinem Trainer Urs Fischer gesagt, habe nicht gepasst. Erstmals in dieser Saison war im zweiten Spielabschnitt nicht die Beherztheit zu spüren, unbedingt gewinnen zu wollen, sondern ein bisschen risikoscheuende Vorsicht, um nichts zu verlieren. „Wir waren nicht mutig genug, um mehr Druck nach vorne aufzubauen, waren die paar Meter zu passiv“, erläuterte der Kapitän des 1. FC Union seine Sicht der Dinge nach der Kabinenaussprache auch den Journalisten. Ob es an der Angst lag, den direkten Aufstiegsrang zwei in der Tabelle zu verlieren? So wollte Trimmel das nicht verstanden wissen. Aber klar ist auch: Die Saison nähert sich elf Spieltage vor Schluss der finalen Phase, und da kann sich so ein Sicherheitsdenken leicht einschleichen. Dies zu verhindern oder wieder auszutreiben, das wird eine wichtige Aufgabe Fischers in den kommenden Tagen sein.

Die Stimmung war ja nach der Partie etwas gedrückt, die Fans von Arminia Bielefeld feierten im Gästeblock den Auswärtspunkt, die Heimzuschauer waren hingegen schon vor der Ehrenrunde der Unioner verstummt. Ähnlich klar verteilt waren die Rollen von Freude und Unzufriedenheit bei den Spielern. Fabian Klos war „stolz“ ob des Erreichten, Trimmel „selbstkritisch“ − und voller Lob für die Bielefelder Stürmer der Marke Klos, „die den Ball brutal gut abschirmen können“.

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