Verflixt und zugenäht. Aber dieses 2:2 (1:0) gegen Jahn Regensburg passt genau ins Bild dieser vermaledeiten Saison des 1. FC Union. Den Ausgleich hauen sich die Eisernen quasi allein rein.

Eigentlich darf es nur einen Sieger geben in diesem Duell. Doch weil sich Toni Leistner und Daniel Mesenhöler kurz vor Schluss gegenseitig behindern, anstatt den Ball wegzubefördern, kann Kristian Pedersen sich nur mit einem Foul behelfen und Marvin Knoll verhindert mit einem Strafstoß zum 2:2 (89.) den verdienten Sieg der Hausherren.

„Da kann man sich nur ärgern“, gab Felix Kroos, der Union in Führung gebracht hatte (45.), zu. Abgezogen von der Strafraumgrenze, als alle Welt auf einen Elferpfiff wartete. Drin unten rechts. Mit die beste Entscheidung von Schiri Guido Winkmann, hier nach Foul an Philipp Hosiner auf Vorteil zu entscheiden. So konnte Unions Kapitän seinen ersten Saisontreffer erzielen.

Erleichterung und Freudenjubel

„Er hätte aber Elfer gegeben, wenn Felix nicht getroffen hätte“, verriet Hosiner im Nachgang. Der konnte übrigens zum zwischenzeitlichen 2:1 (63.) auch sein erstes Saisontor bejubeln. Elegant von Steven Skrzybski in Szene gesetzt, legte er sich die Kugel von links auf rechts, umkurvte seinen Bewacher und schlenzte ins lange Eck ein.

Grenzenlose Erleichterung beim Ösi, der anschließend mit eingesprungener Pirouette nebst Statuen-Pose in einer Art und Weise jubelte, dass er einen Plagiatsrechtsstreit mit CR7 fürchten muss. Egal, sein Tor war genau die richtige Antwort auf den kurz zuvor unerwartet erlittenen Ausgleich durch Grüttner (59.).

Na also, geht doch, dachte sich wohl jeder der 21.284 Besucher in der eiseskalten Försterei. Warum nicht gleich so?

Wieder nur remis

Doch dann kam das Missverständnis von Leistner, der vorm 1:0 mit einem sensationellen Diagonalball die Chance erst eröffnet hatte, und Mesi („Ich habe noch extra gerufen, aber Toni hat es leider nicht gehört.“) , das zum Entsetzen aller zum Strafstoß führte. Marvin Knoll verwandelte.

Wieder nur remis. Wie in der Vorwoche beim 0:0 gegen Aue. Doch diesmal haben sich die Eisernen wenig vorzuwerfen. Außer vielleicht, den Sack nicht gleich nach der Pause zugebunden zu haben. Da stürmten sie mit Mann und Maus. Ein Spiel, an dem Fußball-Philosoph Andy Brehme seine analytische Freude gehabt hätte. Der prägte den auch für diesmal so was von zutreffenden Satz: „Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh“. Besser kann es niemand zusammenfassen.