Berlin - Bis zu den Saisonhöhepunkten im deutschen Galoppsport dauert es noch etwas. Allerdings wird am kommenden Sonntag auf der Rennbahn in Hoppegarten die besonders heiße Phase der Saison eingeläutet: Denn mit dem Derby-Trial und dem Diana-Trial finden vor den Toren Berlins die wichtigen Vorprüfungen für das Deutscher Derby (4. Juli) und das Stuten-Derby (4. August) an einem Tag statt. Beide Rennen genießen als sogenannte Gruppe-Rennen große Bedeutung im deutschen Kalender. 77.000 Euro werden an Siegprämien in diesen beiden Veranstaltungen ausgeschüttet. Was die besondere Bedeutung dieses Tages unterstreicht. „Zwei so wichtige Vorbereitungsrennen zu haben, ist außergewöhnlich“, sagt Rennbahneigner Gerhard Schöningh.

Lokalmatadorin Mercedes ist Favoritin

Das Diana-Trial gehört längst zu den Höhepunkten in Hoppegarten. Und es besteht sogar die Hoffnung, dass eine Lokalmatadorin beim Heimspiel auftrumpft. Stute Mercedes, die in Hoppegarten von Roland Dzubasz trainiert wird, hat laut dem Wettmarkt die besten Gewinnaussichten. Dass nun auch die Derby-Vorprüfung in Hoppegarten statt wie sonst üblich in Iffezheim ausgetragen wird, liegt am Betreiberwechsel der badischen Traditionsrennbahn. Dieser Umstand sowie die Coronapandemie hatten dafür gesorgt, dass das Frühjarsmeeting in Baden abgesagt wurde. Schöningh ist mit seiner Rennbahn gern eingesprungen, um diesen Vorgeschmack auf das Derby dennoch durchführen zu können.

Comeback der Zuschauer rückt näher

Nach wie vor sind keine Zuschauer auf der Rennbahn zugelassen, weshalb die zehn Rennen (Erster Start: 13 Uhr) per Livestream verfolgt werden können. Angesichts der sinkenden Inzidenzen besteht allerdings die Hoffnung, dass die Zeit der Geisterrennen bald endet.