Busan - Dass RNG nicht vor Ort, sondern nur aus der Ferne am League-of-Legends-Turnier MSI teilnimmt, sorgt für Probleme: Aufgrund eines unbeabsichtigten Wettbewerbsvorteils müssen mehrere Spiele des Teams wiederholt werden.

Da das Team aufgrund von strengen Corona-Maßnahmen China nicht verlassen konnte, tritt RNG aus der eigenen Trainingsstätte an. Zum Ausgleich wurde die dabei vorhandene Verbindungs-Verzögerung (Ping) auch auf die anderen Teams angewendet.

Da sich jedoch herausgestellt habe, dass die Latenz vor Ort höher war als zunächst angenommen, war die Integrität des Wettbewerbs nicht gewährleistet. Die ersten drei Spiele von RNG, die das Team allesamt gewonnen hatte, werden somit am letzten Spieltag erneut ausgespielt.

Die Entscheidung zum Kompromiss sowie das erst späte Erkennen des Fehlers sorgten für Kritik. Doch es gab auch Lob für das Eingeständnis durch Entwickler Riot Games. „Ich bin seit 16 Jahren im E-Sport, und viele Veranstalter hätten es unter den Teppich geschoben und weitergemacht“, schrieb G2-Gründer Carlos „ocelote“ Rodrigues auf Twitter. „Ich respektiere es, und ihr solltet das auch.“