Busan - Royal Never Give Up hat seinen Titel beim internationalen League-of-Legends-Turnier Mid-Season Invitational erfolgreich verteidigt. Im Finale setzte sich der chinesische Meister, der von China aus spielte, knapp mit 3:2 gegen T1 durch.

„Ich glaube, es ist das erste Mal, dass RNG gegen T1 in einem Best-of-Five gewinnen konnte“, sagte RNG-Midlaner Yuan-Hao „Xiaohu“ Li im Interview nach dem Spiel zufolge einer Übersetzung. „Es ist ein bedeutungsvoller und historischer Moment. Darüber bin ich sehr glücklich.“

MSI: Die Taktik macht den Unterschied aus

RNG und T1 galten bereits vor dem Turnier als die größten Favoriten auf den Titel. Auch in der Gruppenphase verloren die späteren Finalisten nur wenige Spiele, im Halbfinale fertigten sie die westlichen Vertreter G2 Esports und Evil Geniuses im Eilverfahren ab.

Im Finale mussten die beiden Teams gegeneinander ran, wobei sich das hohe Niveau bereits früh zeigte. Der frühe Spielverlauf war wenig von Teamkämpfen gezeichnet, stattdessen waren es vor allem taktische Entscheidungen um Türme, Drachen und Barons, die den Unterschied machten.

„Silver Scrapes“: T1 erzwingt fünftes Spiel

Trotz einer engen Serie waren die einzelnen Spiele weniger knapp. Wer sich früh einen Vorsprung sicherte, gewann am Ende auch das Spiel. Da RNG zwei Mal in Führung ging, T1 jedoch jeweils wieder der Ausgleich gelang, musste die Entscheidung im fünften Spiel fallen.

Dort leistete sich T1 zu Beginn kleine Fehler, die RNG ausnutzte und den Sack in 25 Minuten schnell zumachte. Ausgerechnet Starspieler und T1-Veteran Sang-Hyeok „Faker“ Lee, der eigentlich eine überzeugende Serie gespielte hatte, machte dabei keine gute Figur.

Für RNG ist es nach 2018 und 2021 der bereits dritte Triumph beim zur Saisonhalbzeit ausgespielten Turnier. T1 verpasste dagegen den ersten großen Titel seit dem MSI-Sieg 2017.