Ronaldo jagt den Tore-Weltrekord von Ali Daei.
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BerlinDer Einbrecher ist ja bereits identifiziert und dürfte bald gefasst werden, Cristiano Ronaldo kann also relativ beruhigt in das Duell der Generationen mit Kylian Mbappé gehen. Nachdem aus der Wohnung des Superstars in Funchal auf seiner Heimatinsel Madeira ein signiertes Trikot, Bargeld und „Gegenstände ohne großen materiellen Wert“ entwendet wurden, konzentriert sich Ronaldo nun ganz auf seine Jagd nach dem Tor-Weltrekord.

„Er vereint zwei wichtige Dinge: Kopf und Körper“, sagte der einst so große Michel Platini der französischen Nachrichtenagentur AFP über Ronaldo, der als erster Europäer die magische Marke von 100 Länderspieltoren geknackt hat – und nun den Iraner und „Weltrekordler“ Ali Daei (109) ins Visier nimmt. Ronaldo, Portugals Nationalheld, habe trotz seiner 35 Jahre immer noch die Mentalität und die Fitness, „um durchzuhalten“, sagte Platini: „Es ist großartig, was er tut.“

Auch Europameister Ronaldo selbst findet sich ja ziemlich großartig – aber gegen Frankreich hat er in bisher drei Anläufen erstaunlicherweise noch nie getroffen. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams seit dem EM-Finale 2016 in Paris, in dem Ronaldo verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden musste, soll sich dies nun endlich ändern.

Am Sonntag (20.45 Uhr/DAZN) geht es für die beiden Gegner der DFB-Elf von Bundestrainer Joachim Löw bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr auch um die Tabellenführung in Gruppe 3 der Nations League. Sowohl Frankreich als auch Portugal haben nach zwei Spielen zwei Siege auf dem Konto.

„Cristiano ist eine Fußball-Legende“, sagte Paul Pogba voller Respekt über Portugals Anführer. Doch der Mittelfeldspieler von Manchester United unterstrich, dass auch der Weltmeister über "gute Spieler" verfüge. Der Marktwert von Mbappe (180 Millionen Euro) liegt mittlerweile sogar dreimal so hoch wie der von Ronaldo, was natürlich auch an den 14 Jahren Altersunterschied zwischen den beiden Torjägern liegt.

Es sei nun einmal eine „Tatsache“, dass Lionel Messi und Ronaldo „ein wenig älter werden“, sagte Platini. Dadurch ergeben sich natürlich neue Räume am „Firmament des Weltfußballs“, und wie Brasiliens Neymar sei auch Mbappé „gut aufgestellt“, um diese zu füllen.

Nun treffen die Vergangenheit und die Zukunft in der Kategorie der Sturm-Superstars im direkten Duell aufeinander, gerade Mbappé und Les Bleus wollen dabei etwas geraderücken – die Tränen nach der bitteren Finalpleite zu Hause im Stade de France haben die Franzosen noch nicht vergessen.