Viktoria Schwalm (l.) und Caroline Siems (r.) würden sich gerne wieder über Tore für Turbine Potsdam freuen.
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Frankfurt am MainDie Saison in der Frauen-Bundesliga soll mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund nach der Managertagung per Videoschalte der zwölf Erstligisten mit. Elf von zwölf Clubs votierten dabei am Donnerstag für eine Fortsetzung des Spielbetriebs, sobald dies während der Coronavirus-Pandemie wieder möglich ist. Der 1. FC Köln enthielt sich der Stimme. Vorerst bleibt der Spielbetrieb aber ausgesetzt. Ein Wiederbeginn hängt in erster Linie von der Zustimmung der Politik ab. Sechs Spieltage stehen noch aus.

Das für den 30. Mai in Köln geplante Pokal-Endspiel der Frauen war zuvor auf unbestimmte Zeit verlegt worden. Weiter offen bleiben auch die Termine für das Viertel- und Halbfinale. Bereits für das Finale erworbene Tickets behalten vorerst ihre Gültigkeit.

Der Wiederbeginn der Bundesliga soll von „strengen Hygienevorgaben, engmaschigen Testungen sowie kontinuierliches Monitoring“ begleitet werden, hieß es: „Das Konzept für die Frauen-Bundesliga entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL. Es unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien.“ So sollen nur rund 130 Personen pro Spiel im Stadion sein.

„Wir haben ein klares positives Meinungsbild der Vereine erhalten, dies ist die Grundlage, die weiteren Maßnahmen bezüglich der Fortführung des Spieltriebes vorzubereiten. So können wir bei einer entsprechenden Anpassung der behördlichen Verfügungslage handeln“, sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg.

Für Siegfried Dietrich ist dieses deutliche Bekenntnis zur Saisonfortsetzung vor allem durch den „beispiellosen Solidarfonds“ der Deutschen Fußball Liga (DFL) zustande gekommen. „Das ist ein großartiger Schulterschluss in schwierigen Zeiten - ein starkes Zeichen, das gar nicht hoch genug zu bewerten ist“, sagte der Vorsitzende des DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen.

Die DFL beziehungsweise die vier Champions-League-Teilnehmer hatten für die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga 7,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon sollen zunächst die ansonsten durch die Clubs zu tragenden Kosten für die Corona-Tests gezahlt werden. Der Restbetrag soll ohne Abzüge an die Clubs zur Unterstützung für die Durchführung der weiteren Saisonspiele ausgezahlt werden.