Als ich am vergangenen Sonnabend das Olympiastadion mit sehr gemischten Gefühlen verließ, da war alles zwischen Trauer, Wut und Hoffnung, kam ein altgedienter Hertha-Fan auf mich zu. „Alles Mist“, zischte er nach der Nullnummer gegen Frankfurt, „wenigstens ist das Schlimmste nicht passiert. Wenn man im eigenen Stadion absteigt, ist das kaum zu ertragen. Aber, das ist uns erspart geblieben. Jetzt kann das Abrutschen in die Relegation nur noch im fernen Hoffenheim, in einem Dorf, passieren.“ Manchmal hilft nur Sarkasmus.

Ich weiß nicht, ob es schmerzhafter oder irgendwie doch erträglicher ist, wenn der Verein, mit dem man leidet, in einem fremden Stadion absteigt oder eben zu Hause. Ich habe als Reporter drei Abstiege von Hertha erlebt und dokumentiert und kann sagen: Über große Siege schreibt es sich leichter. Man kann sich auch als Beobachter der Dramatik und Tragik der Abstiegsszenerie einfach nicht entziehen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.