BerlinDas Urteil der Fachpresse ist streng. „Unvermögen, Resignation, Pech und mangelnder Einsatzwille“, so das Magazin Kicker, seien die Ursache für die 0:1-Heimniederlage des FC Schalke 04 gegen Arminia Bielefeld. Immerhin: „Das war keine Schiebung.“ Hier irrt der Chronist, denn es geht nicht etwa um das Bundesligaspiel der beiden Klubs am vergangenen Sonnabend, sondern jenes vom 17. April 1971 in der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn. Da hatte die Arminia den Schalkern für eine Niederlage insgesamt 40.000 DM gezahlt, welche diese unter sich aufteilten. Nur Ersatztorwart Dieter Burdenski hatte keiner was gesagt, wozu auch. Doch dann verletzte sich plötzlich Stammkeeper Norbert Nigbur, Burdenski musste kurzfristig ins Tor, und während seine Vorderleute äußerst lethargisch agierten, hielt der junge Mann wie der Teufel. Auch drastische Hinweise der Kollegen halfen nichts, der 20-Jährige war entschlossen, die seltene Gelegenheit zum Beweis seiner Fähigkeiten zu nutzen. Beim Siegtreffer in der 83. Minute von Gerd Roggensack, der völlig frei zum Schuss kam, war aber auch Burdenski machtlos.

Typisch für die Klubführung in Gelsenkirchen

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