Bei Alba Berlin steigt langsam die Vorfreude auf die Finalserie in der Basketball-Bundesliga. „Es ist natürlich schon die ganze Zeit die heiße Phase, aber jetzt ist es noch einmal was Besonderes. Jetzt kann man wirklich was gewinnen. Alles oder Nichts quasi“, sagte Nationalspieler Johannes Thiemann am Mittwoch. Am Freitag starten die Berliner in heimischer Halle (20.30 Uhr/Magentasport) in die Best-of-five-Serie gegen Bayern München

Eine ganze Woche Zeit zur Vorbereitung

Die Münchner setzten sich am Mittwochabend im fünften und letzten Spiel mit 87:74 (42:44) gegen die Telekom Baskets Bonn durch, sodass sich Alba ab morgen auf den Finalgegner einstellen kann. „Es ist eine komische Situation und die Vorbereitung ist natürlich schwieriger. Aber letztendlich sind wir ein Team, das sich versucht, auf uns zu konzentrieren und den Gegner unser Spiel aufzuzwingen“, sagte Thiemann.

Da Alba schon vergangenen Freitag gegen Ludwigsburg den Einzug in das Finale perfekt gemacht hatte, gab es nun eine ganze Woche Zeit zur Vorbereitung. „Wir hatten viel frei gehabt und konnten entspannen, um uns auf eine anstrengende Finalserie vorzubereiten“, berichtete Flügelspieler Louis Olinde. Die Videoschulung des Kontrahenten gibt es allerdings erst einen Tag vor dem Spiel.

Dennoch sieht Alba keinen großen Nachteil darin, so lange auf den Finalgegner gewartet zu haben. „Wir schauen ohnehin mehr auf unsere Dinge als auf den Gegner“, sagte Trainer Israel Gonzalez. Zudem hat der Kontrahent ja auch nicht mehr Zeit. Die längere Pause sehen die Berliner deshalb schon als Vorteil. „Natürlich ist das besser für uns und ich würde diese Situation immer bevorzugen“, sagte Gonzalez.

Zudem können die Berliner nun in voller Besetzung in das Finale gehen. Es gibt keine verletzten Spieler mehr. Selbst der fast über die gesamte Saison verletzte Dreier-Spezialist Marcus Eriksson befindet sich wieder im Teamtraining. „Er ist für uns eine weitere Option“, kündigte Gonzalez an.