AdelbodenSchock beim zweiten Riesenslalom von Adelboden in der Schweiz. Bei dem alpinen Weltcup-Rennen ist es zu einem schweren Sturz gekommen. Der Amerikaner Tommy Ford verlor am Sonnabend die Kontrolle über die Ski, überschlug sich, schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf und rutschte - womöglich bewusstlos - wenige Meter vor der Ziellinie in ein Fangnetz. Dabei krachte er auch mit zwei Pistenarbeitern zusammen. Er blieb regungslos liegen und wurde lange am Unfallort behandelt.

Danach transportierten Helfer Ford mit einem Rettungsschlitten ab und verluden ihn in einen Rettungshubschrauber, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Zunächst gab es keine offiziellen Informationen über den Zustand des 31-Jährigen. Das Schweizer Fernsehen berichtete, dass der Amerikaner später ansprechbar war und mit den Ärzten redete. Das Rennen im Berner Oberland war rund eine halbe Stunde unterbrochen.

Am Freitag war der junge Norweger Lucas Braathen beim Überqueren der Ziellinie gestürzt und hatte sich dabei eine Bänderverletzung im Knie zugezogen. Er muss operiert werden und fällt monatelang aus.

Das Rennen am Sonnabend dominierte Alexis Pinturault. Der Franzose raste zu seinem zweiten überlegenen Erfolg auf dem extrem schweren Chuenisbärgli in der Schweiz innerhalb von 24 Stunden. Der Führende in der Weltcup-Gesamtwertung distanzierte den zweitplatzierten Kroaten Filip Zubcic um 1,26 Sekunden. Der nach dem ersten Lauf noch führende Loic Meillard aus der Schweiz wurde Dritter (+1,65).

Für den besten deutschen Riesenslalom-Fahrer Alexander Schmid gab es wie schon am Freitag nichts zu holen. Auf dem von ihm ungeliebten Hang im Berner Oberland kam der Allgäuer nicht über den 22. Platz hinaus und war damit sogar noch einen Rang schlechter als am Freitag. Im ersten Lauf hatte er noch als Elfter überzeugt, dann aber fiel er zurück und hatte am Ende 3,75 Sekunden Rückstand auf Pinturault.