Bei dem Schild wird nicht jeder einfach so klingeln. Wer den Knopf neben dem Namen „Berliner Wasserratten“ doch drückt, der weiß schon ganz genau, zu wem er möchte: zu einem sehr engagierten Schwimmverein. Dabei haben die Wasserratten in Deutschland gar keinen so schlechten Ruf. „Die Wasserratte gilt ja als positives Zeichen“, erzählt Guido Kersten, „in Deutschland gilt ein Kind, das ins Wasser geht und einfach nicht mehr raus möchte, als Wasserratte.“

Kersten ist Präsident der Berliner Wasserratten. Der Name des Vereins mit Sitz in Reinickendorf geht nicht auf ein badendes Kind zurück, sondern tatsächlich auf das Tier. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Vereine von den alliierten Besatzungsmächten wieder gestattet waren, schlossen sich Schwimmer mehrerer Klubs zusammen. 1949 war das, die Namenssuche gestaltete sich schwierig. Um aber keine langen Diskussionen aufkommen zu lassen – erzählt zumindest eine Anekdote – zog eines der Gründungsmitglieder eine ausgestopfte Wasserratte aus der Tasche und brachte den Namen „Berliner Wasserratten“ ins Spiel.

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