Berlin - Der Mann, der am späten Dienstagabend auf der Berliner Stadtautobahn tödlich verunglückte, war der Vorsitzende des lesbisch-schwulen Hertha-Fanclubs "Hertha Junxx". Dies bestätigte der Fanclub dem RBB am Freitag.

Bereits am Mittwoch hatte der Fanclub auf seiner Facebookseite den Tod ihres Vorsitzenden bekannt gegeben mit den Worten: "Die Hertha-Junxx tragen Trauer.In den Abendstunden des 2. Mai 2017 ist unser Vorsitzender Gerd im Alter von 49 Jahren tödlich verunglückt. - R.I.P.". 

Unfallwagen hatte Feuer gefangen

Der tödliche Unfall hatte sich auf der A100 in Höhe der Ausfahrt Hohenzollerndamm ereignet. Nach Angaben der Feuerwehr überschlug sich der Wagen. Das Auto fing darauf sofort Feuer und brannte völlig aus. Der 49-Jährige konnte von der Feuerwehr nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.

Die "Hertha Junxx" gedachten Gerd Eiserbeck am Donnerstag mit Kerzen und Blumen auf der Brücke nahe der Unfallstelle.

Auch auf Facebook drückten Mitglieder ihre Trauer aus: "Unfassbar" und "Ruhe in Frieden, Gerd", lauten einige der Kommentare.

Hertha BSC würdigt auf seiner Internetseite Eiserbecks "unermüdlichen Einsatz und Erfolg für die Gleichstellung von schwulen und lesbischen Fußballfans sowie Spielern und Spielerinnen". 

Erster offizieller schwul-lesbischer Fanclub der Bundesliga

Die "Hertha Junxx" hatten sich im Jahr 2001 als erster offizieller schwul-lesbischer Fußballfanclub der Bundesliga gegründet. Im August 2002 erfolgte die Registrierung als offizieller Fanclub von Hertha BSC.

Auf dem schwul-lesbischen Straßenfest in Schöneberg repräsentierten die "Hertha Junxx" jedes Jahr Hertha BSC. In diesem Jahr wird der Fanclub aus Trauer um seinen Vorsitzenden allerdings wohl nicht teilnehmen. Dies ließ der Fanclub zumindest dem RBB gegenüber verlauten. (kmi.)