Kaum eine Sportverletzung ist so gefürchtet wie der Riss der Achillessehne. Der Schaden ist immens, oft erfordert die Verletzung mehr als ein Jahr Pause und Reha. Für manche bedeutet sie das Karriereende.

Umso erstaunlicher ist es, dass Urs Fischer, Trainer des 1. FC Union, im Vorlauf der englischen Woche mit Spielen gegen Arminia Bielefeld, Holstein Kiel und den FC Ingolstadt, die baldige Rückkehr von Sebastian Polter in Aussicht stellte. Der 27 Jahre alte Stürmer hatte sich die bittere Verletzung im März zugezogen.

Sieben Monate später ist Polter in seiner Genesung jedoch erstaunlich weit, trainierte zuletzt regelmäßig mit der Mannschaft − und schoss im Training bereits wieder fleißig Tore. So ließ sich Fischer am Donnerstag entlocken, dass der Stürmer schon bald wieder für die Eisernen auflaufen könnte. „Vielleicht steht er demnächst einfach mal im Aufgebot“, prophezeite der Schweizer mit einem vielsagenden Grinsen. „Er ist definitiv auf einem guten Weg.“

Probleme bei Andersson und Zulj

Der Zeitpunkt für ein Comeback des Publikumslieblings könnte besser nicht sein, denn bei vier anstehenden Spielen in 15 Tagen kann der 1. FC Union jede zusätzliche Kraft gebrauchen. Vor allem im Sturm fehlen Urs Fischer neben Sebastian Andersson noch die Alternativen.

Der Schwede traf in fünf Ligaspielen schon dreimal, hatte zuletzt aber mit weitaus aufmerksameren Abwehrreihen seine Probleme, Leih-Kicker Robert Zulj aus Hoffenheim reibt sich fleißig auf, lässt bislang aber noch eine optimale Bindung zu den Mitspielern vermissen.

So wäre die baldige Rückkehr von Sebastian Polter nicht nur das Team und die Fans ein Glücksfall, sondern auch ein gewichtiges Statement an die Konkurrenz. 33 Tore und 13 Vorlagen gelangen dem baumlangen Stürmer in 70 Einsätzen für die Köpenicker. (moh)