Sebastian Vettels Vertrag bei Ferrari läuft nach dieser Saison aus.
Sebastian Vettels Vertrag bei Ferrari läuft nach dieser Saison aus.
Foto: Motorsport Images/Imago Images

Ellighausen - Noch, sagt Sebastian Vettel, gehen ihm die Ideen nicht aus. Er bezieht das am frühen Donnerstagmorgen vorerst auf die Erziehung und Unterhaltung der drei Kinder. Formel-1-Piloten im Lockdown unterscheiden sich in manchen Dingen so überhaupt nicht von der restlichen Bevölkerung. Vettel, der auf seinem Bauernhof im schweizerischen Kemmental häufig die Frühschicht im Haushalt hat, ist ohnehin einer der Rennfahrer, auf den das so oft missbrauchte Wort „authentisch“ prima passt. Er liebt die Entschleunigung sogar ein wenig, er vermisst es aber, Live-Sport gucken zu können, wenn er   mal so viel Zeit dazu hätte, er gärtnert, er müsste dann aber doch mal zum Friseur – und dann ist da eben immer wieder regelmäßig diese Geduldsprobe: „Es beginnt zu kribbeln, ein bisschen zu jucken …“ Der Gasfuß. Ach, wie schön, sinniert er, wäre es, wenn man das Gefühl hätte, dass etwas passiert in der stillgelegten Königsklasse des Motorsports. Es ist der Dreisatz aus Vernunft, Verzweiflung und Verlangen, der die ganze Branche an das mentale und finanzielle Limit bringt.

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