Es war für den BFC Dynamo eine der vermeintlich hohen Hürden auf dem Weg zum Titel. Doch wie der Tabellenführer aus Berlin-Hohenschönhausen beim 3:1 (1:0) in Chemnitz die Aufgabe löste, das nötigte TV-Experte Benjamin Kirsten bei Sport im Osten Respekt ab.

Selbst der für gewöhnlich nicht zu Euphorie neigende BFC-Trainer Christian Benbennek schwärmte: „Wir haben ein Topspiel abgeliefert. Das hat die Mannschaft wirklich ganz hervorragend gemacht. Jeder einzelne Spieler“, fand der 49-Jährige.

BFC-Anhänger dichten Kultsong um

CFC-Trainer Christian Tiffert hatte im Vorfeld keinen Favoriten erkannt, da beide Teams in der Rückrunde die gleiche Anzahl von Punkten gesammelt hatten. Doch mit hohem Pressing von Beginn an kaufte Dynamo den Gastgebern den Schneid ab, zwang sie früh zu Fehlern. Folgerichtig die Pausenführung durch Andor Bolyki – 1:0.

In Durchgang zwei, als der BFC die Hausherren ein wenig mehr kommen ließ, lief der eingewechselte Matthias Steinborn rechts durch, sah in der Mitte Alexander Siebeck, dem die Kugel durchrutschte, sodass Christian Beck problemlos auf 2:0 erhöhen konnte. Vier Minuten später traf Steinborn per Schlenzer ins Tordreieck zum 3:0. Rund 450 mitgereiste BFC-Anhänger dichteten den Kultsong der Berliner Elektro-HipHop-Band Die Atzen um: „Hey, was geht ab, wir schießen die Sachsen ab.“

Am Dienstag tritt der BFC in Rathenow an

Der Ehrentreffer durch Pagliuca nach einer Handelfmeter-Entscheidung fiel nicht mehr ins Gewicht. „Die Niederlage ist auch in dieser Höhe völlig verdient. So ehrlich muss man sein“, räumte Tiffert ein: „Dynamo ist nicht umsonst Spitzenreiter, sondern völlig verdient.“ Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, bleibt dem BFC nicht. Schon am Dienstag (19 Uhr) geht es in Rathenow weiter.