Der Coronatest bei Sergio Perez ergab kein klares Bild.
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SilverstoneDer Formel 1 droht ihr erster prominenter Coronafall: Racing-Point Pilot Sergio Perez konnte am Donnerstag aufgrund eines „unklaren“ Testergebnisses nicht an der obligatorischen Presserunde vor dem Großen Preis von Großbritannien teilnehmen. Beim Mexikaner wird nun ein weiterer Test durchgeführt, bis auf Weiteres begibt er sich daher in Quarantäne und bleibt der Strecke in Silverstone fern.

Die Motorsport-Königsklasse hatte ihre Saison Anfang Juli mit strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen aufgenommen. Die Anzahl der Personen im Fahrerlager wurde auf ein Mindestmaß reduziert. Zudem soll während der Rennwochenenden streng darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Teilnehmer ihre „Blase“ nicht verlassen, damit auch bei positiven Fällen so wenige Personen wie möglich in Quarantäne geschickt werden müssen.

Rund um die Rennen werden mehr als 4000 Tests pro Woche bei Fahrern, Teamangehörigen und weiterem Personal durchgeführt. Während der ersten beiden Saisonläufe in Spielberg gab es dabei kein positives Ergebnis. Die ersten beiden Coronafälle traten anschließend in der Woche des Ungarn-Rennens auf, betrafen aber keinen der Hauptdarsteller.

Perez war zuletzt vor allem aufgrund seiner Vertragssituation unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten: Racing Point könnte ihn im kommenden Jahr durch Sebastian Vettel ersetzen, der Ferrari nach dem Saisonende verlässt.