Berlin - Pavel Horák lag auf dem Rücken in der Mitte der Halle. Die Arme und Beine ausgebreitet, suhlte er sich im goldenen Konfettiregen. Unterdessen hatte sich Teamkollege Konstantin Igropulo die gelb-weiße Fahne seines Heimatorts Stawropol um die Schultern gelegt, im Arm wiegte er seine kleine Tochter, ganz so, als würde er eine Trophäe in den Händen halten. Wenig später erhob Horák sich vom Boden, Igropulo gab seinen Nachwuchs in die Obhut der Familie, denn er brauchte beide Hände nun wirklich für eine Trophäe: den EHF-Pokal. 30:27 (16:13) gewannen die Füchse Berlin gestern vor 8 206 Zuschauern in eigener Halle gegen den HSV Handball und holten sich damit ihren ersten internationalen Titel. Gleichzeitig erreichten sie ihr Saisonziel, denn als Sieger sind sie auch in der kommenden Spielzeit wieder für den europäischen Wettbewerb qualifiziert.

„20 Jahre habe ich jetzt diesen Sport betrieben, ich kann nicht glauben, dass ich jetzt diesen Moment erleben darf“, sagte Kapitän Iker Romero. Als die Berliner im vorigen Jahr an gleicher Stelle im Halbfinale an dem ungarischen Klub Pick Szeged gescheitert waren, hatte er eigentlich entschieden, seine Laufbahn zu beenden. „Ich bin so glücklich, dass ich doch noch ein Jahr weitergespielt und gekämpft habe“, sagte Romero jetzt. Denn dieses Mal standen die Füchse am Ende auf dem Podest, und nicht wie im Vorjahr auf dem dritten Platz. Den sicherte sich das dänische Team aus Skjern, das sich im kleinen Finale gegen Gorenje Velenje durchsetzte (27:22).

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.