Sieg in Zawiercie: BR Volleys überraschen in Königsklasse

Die Berlin Volleys haben in der Volleyball-Champions-League für eine Überraschung gesorgt. Am dritten Spieltag der Gruppenphase setzte sich der deutsche Meis...

ARCHIV - Berlins Marek Sotola jubelt nach einem Punkt.
ARCHIV - Berlins Marek Sotola jubelt nach einem Punkt.Andreas Gora/dpa/Archivbild

Zawiercie-Die Berlin Volleys haben in der Volleyball-Champions-League für eine Überraschung gesorgt. Am dritten Spieltag der Gruppenphase setzte sich der deutsche Meister bei Aluron CMC Warta Zawiercie am Mittwoch verdient mit 3:1 (25:21, 20:25, 29:27, 27:25) durch. Die Gäste boten beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe B ihre bisher beste Saisonleistung. Marek Sotola war beim Sieger der überragende Angreifer, Libero Satoshi Tsuiki hielt die Abwehr zusammen.

„Ich bin überglücklich, wie wir uns diesen Sieg hier erkämpft haben. Auswärts in Polen bei einem solchen Topteam zu bestehen, ist unheimlich schwer. Wir kamen hierher, um zu gewinnen, und haben es trotz dieser Atmosphäre geschafft. Wir haben in Block, Angriff und Abwehr – eigentlich allen Elementen – wirklich gut gespielt. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft heute“, sagte Berlins Diagonalangreifer Marek Sotola.

Mit nunmehr fünf von neun möglichen Punkten haben die Berliner ihre Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales gewahrt, zumal sie von den drei Spielen der Rückrunde zwei zu Hause austragen. Nur die Erstplatzierten der insgesamt fünf Vierergruppen qualifizieren sich direkt für die Runde der letzten acht Mannschaften. Die restlichen Viertelfinal-Teilnehmer werden in Playoffs zwischen den Zweitplatzierten und dem besten Gruppendritten ermittelt.

Im Centrum Dabrowa Gornicza verlief schon der erste Satz ganz nach den Vorstellungen des Bundesliga-Tabellenführers. Diagonalangreifer Sotola sammelte auf seine dynamische Art Punkt um Punkt, in der Abwehr um den Japaner Tsuiki gelangen den Gästen viele spektakuläre Rettungstaten. In der Crunchtime dieses Durchgangs verhalfen den Gästen dann auch noch zwei Millimeterentscheidungen nach Videobeweis zu wichtigen Punkten.

Auch der verlorene zweite Durchgang warf das Berliner Team nicht aus der Bahn. Mit gutem Aufschlag und weiterhin stabiler Abwehr bereiteten sie dem polnischen Meisterschaftsdritten erhebliche Probleme. Zudem zeigte die Mannschaft in den beiden letzten Sätzen ihre schon in Bundesligaspielen nachgewiesene Nervenstärke in kritischen Phasen. So wurde der dritte Durchgang erst mit dem fünften Satzball entschieden, der umjubelte Schlusspunkt wurde dann von den BR Volleys mit dem dritten Matchball gesetzt.