Siegesserie von Union Berlin verleitet nicht zur Euphorie

Die Testspiele der Wintervorbereitung hat Union Berlin makellos überstanden. Allerdings sieht Trainer Fischer noch Luft nach oben.

ARCHIV - Brachte Union im letzten Test in Führung: Genki Haraguchi.
ARCHIV - Brachte Union im letzten Test in Führung: Genki Haraguchi.Tom Weller/dpa/Archivbild

Berlin-Die Vorbereitungsphase wurde mit sechs Siegen in sechs Testspielen optimal absolviert - vor der Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga hält sich die Euphorie beim 1. FC Union aber noch in Grenzen.

„Wo wir stehen, werden wir nach dem Spiel gegen Hoffenheim wissen. Ich habe das Gefühl, dass noch einiges fehlt“, sagte Union-Trainer Urs Fischer vor der Heimpartie des 16. Spieltages gegen die TSG 1899 Hoffenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky), „Resultate in der Vorbereitung können auch täuschen. Es ist natürlich gut, wenn man gewinnt. Dann nimmt man auch eine gewisse Zuversicht mit.“

Fischer: „Noch nicht konsequent genug“

Mit einem 3:1-Erfolg schlossen die Berliner die Testspielserie ab, ehe am Dienstag die Vorbereitung auf den Neustart nach der langen Winterpause erfolgt. So richtig zufrieden zeigte sich Trainer Urs Fischer jedoch nicht. „Die erste Hälfte hat mir defensiv nicht gefallen. Das war nicht konsequent genug. Da haben wir viel zu viel zugelassen. Das war nicht gut“, sagte der Schweizer. Die Tore für die Köpenicker erzielten vor 3618 Besuchern Mittelfeldmann Genki Haraguchi per Kopf (24.), Abwehrspieler Danilho Doekhi (43.) und Angreifer Kevin Behrens (80). Zilina war in der 27. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter von Timotej Jambor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gekommen.

Die Erkenntnisse des letzten Tests waren jedoch recht übersichtlich, da mit Sechser Rani Khedira und Stürmer Sheraldo Becker zwei sichere Stammspieler krankheitsbedingt passen mussten. Auch die Offensivspieler Sven Michel und Jamie Leweling hatte nach der Rückkehr aus Spanien die Grippe erwischt. „Ich hoffe, dass sie am Dienstag wieder ins Training einsteigen können“, sagte Fischer über sein Lazarett.

Zudem musste Mittelfeldmann Paul Seguin wegen muskulären Problemen aussetzen. Er sollte laut Fischer zumindest am heutigen Sonntag wieder das Spielersatztraining bestreiten können. Die Mittelfeldakteure Andras Schäfer (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) und Morten Thorsby (nach Magen-OP) fehlten ebenso.

Neuzugang Roussillon noch nicht dabei

Der am Donnerstag vom VfL Wolfsburg verpflichtete Verteidiger Jerome Roussillon ist zudem vorerst keine Option. Die mitgebrachten Knieprobleme lassen derzeit kein vollständiges Mannschaftstraining zu. Der Franzose trainierte am Samstag individuell und beobachtete seine neuen Kollegen beim Test gegen Zilina zeitweise von der Tribüne aus.

Zudem muss Fischer gegen Hoffenheim die Abwehr umstellen. Diogo Leite ist nach seiner Roten Karte in der Partie beim SC Freiburg (1:4) gesperrt. Fischer ließ am Samstag deshalb Timo Baumgartl im 3-5-2-System auf der linken beziehungsweise Paul Jaeckel auf der rechten Innenverteidigerposition jeweils 45 Minuten spielen. Danilho Doekhi wechselte zur Pause die Seiten. Einer aus diesem Trio wird gegen Hoffenheim zunächst auf der Bank sitzen.