Beim Internationalen Skiverband (Fis) hatten sie das Thema der dürren Springer, die hungern bis sie an der Grenze zur Magersucht sind, längst abgehakt. Auch, weil die Entwicklung der Sportart zuletzt dahin ging, dass es mehr auf den Absprung denn auf die Flugphase ankommt und kräftigere, muskulösere Athletentypen gefragt sind. Das Feld ist schwerer geworden, als es einmal war. Und so schien das Thema Hungerwahn beinahe schon ein Gespenst aus der Vergangenheit zu sein.

Athleten wie Sven Hannawald oder die beiden Finnen Janne Ahonen und Ville Kantee (51 Kilogramm bei 1,79 Meter Körpergröße war Kantees Rekord) hatten darauf seinerzeit in aller Ausführlichkeit aufmerksam gemacht. Und selbst Martin Schmitt hatte vor den Olympischen Spielen 2010 Probleme mit seinem leichten Gewicht. Er machte vier Wochen Pause. Der Grund: ein Erschöpfungssyndrom – verursacht durch den permanenten Zwang zum Hungern. Seither hat die Fis den Body-Mass-Index (BMI) auf 18,5 erhöht. Und seither war es um dieses Thema still.

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