Zeigt die Richtung an: Trainer Benedetto Muzzicato will in der Regionalliga Nordost mit Viktoria 1889 nach oben..
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BerlinFür die Vereine geht die Winterpause in der Regionalliga Nordost zu Ende. Hier ein kurzer Überblick zur Lage der fünf Berliner Fußballklubs hinter VSG Altglienicke. Ein Überblick:

Hertha BSC II: Die Mannschaft von Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf startete furios in die Saison und stand nach zwölf Spieltagen an der Tabellenspitze. Vor allem die Stürmer Muhammad Kiprit und Jessic Ngankam trafen beinahe in jedem Spiel. Doch der ständige Personalwechsel bei Herthas U23, eine normale Angelegenheit in der Schnittstelle vom Amateur- zum Profibereich, brachte Rückschläge: Insgesamt kamen 38 Spieler zum Einsatz. Zecke Neuendorf: „Wenn wir Vierter werden sollten, hat vieles gepasst!“

Andreas Neuendorf wäre mit Platz vier für sein Team von Hertha II zufrieden.
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BFC Dynamo: Heimlich, still und leise hat sich die junge Mannschaft von Trainer Christian Benbennek nach vorne geschoben. „Unsere Truppe ist sehr lernfähig“, lobte der Trainer. Der BFC hatte ja vor der Saison die Mannschaft neu zusammengestellt. Die soll sich nun mit konstanten Leistungen weiter entwickeln und möglichst im oberen Drittel etablieren. Benbennek trifft offenbar den richtigen Ton bei seinen Spielern: hart, aber herzlich.

Viktoria 89: Die Mannschaft von Trainer Benedetto Muzzicato liegt sportlich voll im Soll, hat neben Chemie Leipzig die meisten Remis (9) aufzuweisen. Spielerisch gehört Viktoria zu den besten Teams der Liga, steht defensiv sehr gut, aber die Effektivität im Angriff lässt zu wünschen übrig. Der prominenteste Zugang in der Winterpause steht im Trainerteam. Der ehemalige Bundesliga-Profi Michael Delura, 34, einst bei Schalke, Hannover und Mönchengladbach am Ball, arbeitet als Offensivcoach.

Lichtenberg 47: Der Aufsteiger will an seine guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen. Alle Vorbereitungsspiele in der Winterpause konnten gewonnen werden. Dabei wurde taktisch vieles ausprobiert. Manager Benjamin Plötz: „Unser großes Ziel bleibt der Klassenerhalt.“ Die reine Amateurmannschaft gefiel bislang mit spielerisch starken Auftritten. Im Moment klagt Plötz über zahlreiche verletzte Kicker, gibt sich aber kämpferisch: „Unsere Personaldecke ist bescheiden, aber wir werden uns nicht verstecken.“

Berliner AK enttäuscht

Berliner AK: Die Bilanz ist bislang ernüchternd. Der schnelle Trainerwechsel von Ersan Parlatan zu Dirk Kunert hat noch keine Wirkung gezeigt. Es gab nur wenige starke Auftritte des vor Saisonbeginn weit vorn gehandelten BAK. Präsident Ali Han: „Wir hatten uns das alles anders vorgestellt. Wir dürfen nun nicht absteigen, müssen das Maximale herausholen. Später werden wir auf junge, talentierte Spieler setzen.“ (mj.)