Special Olympics: Mit „Riesen-Meilenstiefeln“ zur Inklusion

Berlin-Die nationalen Special Olympics haben nach Ansicht der Veranstalter die Inklusion im Alltag gefördert. „Durch die nationale Spiele haben wir eine ganz andere Wahrnehmung. Wir kommen mit Riesen-Meilenstiefeln voran“, sagte Christiane Krajewski, Präsidentin der Special Olympics Deutschland (SOD), auf der Abschluss-Pressekonferenz am Freitag im Olympiastadion. Rund 4000 Athletinnen und Athleten hatten von Sonntag bis Freitag in 20 Sportarten ihre Sieger an verschiedenen Standorten ermittelt.

Die Spiele dienten zudem als Qualifikationswettbewerbe für die World Games, die vom 17. bis 25. Juni 2023 ebenfalls in Berlin stattfinden werden. „Die Wahrnehmung ist positiv gestiegen. Für 2023 ist das ein ganz großer Meilenstein“, sagte Athletensprecher Mark Solomeyer.

Philipp Lahm, der Mitglied im Weltspielekomitee der World Games ist, war besonders von den „Emotionen und der Leidenschaft“ beeindruckt: „Eine sensationelle Stimmung. Diese Leidenschaft erlebt man selten.“ Der Fußball-Weltmeister von 2014 und Verantwortliche für die Fußball-EM 2024 in Deutschland will für das Turnier viele Erfahrungen sammeln. Zudem forderte er weitere Prominente auf, sich öffentlich für Inklusion einzusetzen. Während der fünf Tage der nationalen Spiele unterstützten die Profis von Hertha BSC und die Eisbären ebenso die Athleten wie Lahm und die frühere Weltklassespielerin Celia Sasic oder auch Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic.

Wichtige Erfahrungen haben die Verantwortlichen für die Weltspiele 2023 erhalten: „Das Team hat sich qualifiziert. Wir sind angetreten, um ein Gemeinschaftsgefühl für die Athleten zu erhalten, das ist uns gelungen. Aber es gibt einige Punkte, wo wir uns verbessern und lernen müssen“, sagte Sven Albrecht, CEO der World Games. Neben der emotionalen Eröffnungsfeier im Stadion An der Alten Försterei am Sonntag und der Athletendisco am Brandenburger Tor am Mittwoch kamen die Aktiven auch neben den Wettbewerben zusammen, um gemeinsam zu feiern. Solomeyer ist sich deshalb für das kommende Jahr sicher: „Wir wollen die Weltspiele rocken.“