Müssen im letzten Heimspiel der Hauptrunde vor leeren Rängen spielen: die BR Volleys.
DPA/Uwe Anspach

BerlinBeim bislang ungeschlagenen deutschen Volleyballmeister BR Volleys hätte das Spiel gegen den VfB Friedrichshafen der Höhepunkt der Bundesliga-Hauptrunde werden sollen. „Es wäre die größte Ticketeinnahme unserer Geschichte gewesen“, sagt Manager Kaweh Niroomand. Aber nach vielen Gesprächen am Mittwochvormittag entschieden sich die Berliner, das Duell mit dem Rivalen vom Bodensee vor leeren Rängen stattfinden zu lassen. „Die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung steht über allem“, sagt Niroomand.  „Es ist bedauerlich, aber unvermeidbar, dass es nun ausgerechnet das ,Spiel des Jahres’ trifft.“ 

Finanziell sei die Absage mit enormen Einbußen verbunden. „Wir sind uns jedoch unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und tragen dieser mit unserer Entscheidung Rechnung.“ Es ist die vorletzte Hauptrundenpartie, für die Berliner steht danach noch ein Spiel in Frankfurt an.

Entscheidung über Play-offs fällt noch

Was mit den Play-offs passiert, ob sie stattfinden, wird am Donnerstag bei der Tagung des Ligavorstandes entschieden. Niroomands Vorschlag: Eine Pause bis zum Ende der Osterferien am 19. April, danach die Play-offs ausspielen. Dazu müsste der Internationale Volleyball-Verband die Nations League im Juni streichen. „Wenn wir auch noch auf die Einnahmen der Play-offs verzichten müssten, wäre das ein Schlag ins Kontor“, meint der Manager. Ob Liga, Europa- und Weltverband zustimmen?

In der italienischen Liga drängen die ausländischen Volleyballer auf ein Saisonende. Sie wollen weg aus dem Land. So steht auch das Champions-League-Finale am 16. Mai in Berlin auf der Kippe. Bei Männern und Frauen sind unter den letzten acht Teams in der Champions League jeweils drei italienische. Niroomand meint: „Ich habe kein gutes Gefühl. Es ist alles ein ziemliches Chaos im Moment.“