Berlin - Das Auswärtsspiel der Füchse Berlin in der EHF European League bei Sporting Lissabon muss erneut verschoben werden. Die für den kommenden Dienstag angesetzte Begegnung in der Gruppenphase kann aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Portugal nicht stattfinden, wie die Füchse am Freitag mitteilten. „Der Spielausfall ist sehr schade, wir hatten uns ganz bewusst für diesen ganz frühen Termin entschieden, um eine Entzerrung des Wettkampfkalenders zu ermöglichen. So bleiben wir auf Kosten für Flüge und Hotel hängen und finden einen verspäteten Einstieg in die Rückrunde“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Portugal gehört aktuell mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 800 bei den Corona-Fällen zu den Hochrisikogebieten in Europa. Zudem ist das Land „durch das Thema der Mutation auf die besondere Liste gekommen“, ergänzte Hanning. Nach der Rückreise aus Lissabon hätten die Füchse deshalb in Quarantäne gemusst. „Und das können wir uns nicht leisten“, sagte Sportvorstand Stefan Kretzschmar.

Die Partie sollte eigentlich schon am 17. November stattfinden, musste damals aber wegen Corona-Fällen im eigenen Team abgesagt werden. Nun also folgt die neuerliche Absage. Einen neuen Termin im engen Spielplan zu finden, könnte schwierig werden. „Wir haben jetzt natürlich auch ein paar Fragezeichen, was die European League angeht, wie man das dann alles noch schaffen soll. Aber das ist im ersten Moment sicherlich nicht unser Problem“, sagte Kretzschmar.

Die Füchse werden nun am Sonntag in einer Woche (16 Uhr/Sky) im Heimspiel in der Bundesliga gegen TUSEM Essen in die Rückrunde starten. Dann stehen der Mannschaft von Trainer Jaron Siewert auch die drei WM-Fahrer Jacob Holm und Lasse Andersson (Dänemark) sowie der Schwede Valter Chrintz wieder zur Verfügung, die am Freitag um den Einzug in das WM-Finale am Sonntag kämpfen.