Spielabbruch: Ein Toter bei Polizeieinsatz in Buenos Aires

Bei einem Polizeieinsatz während des Erstligaspiels Gimnasia Esgrima de La Plata gegen Boca Juniors ist nach offiziellen Angaben in Argentinien ein Fußball-F...

Das Spiel wurde unterbrochen, nachdem die Polizei vor dem Stadion Tränengas eingesetzt hatte, das in das Innere des Stadions eindrang und sowohl die Spieler als auch die Fans traf.
Das Spiel wurde unterbrochen, nachdem die Polizei vor dem Stadion Tränengas eingesetzt hatte, das in das Innere des Stadions eindrang und sowohl die Spieler als auch die Fans traf.Gustavo Garello/AP/dpa

Buenos Aires-Bei einem Polizeieinsatz während des Erstligaspiels Gimnasia Esgrima de La Plata gegen Boca Juniors ist nach offiziellen Angaben in Argentinien ein Fußball-Fan gestorben.

Der Sicherheitsminister der Provinz Buenos Aires, Sergio Berni, sagte dem Sender TN, dass ein 57-jähriger Mann bei den Auseinandersetzungen an einem Herzinfarkt gestorben sei. Dessen Tochter bestätigte via Twitter den Tod ihres Vaters. 

Die Polizei hatte Tränengas eingesetzt, als Menschen in das bereits voll besetzte Stadion drängten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren laut Berichten vor dem Tränengas auf das Spielfeld geflüchtet. Die Partie musste angebrochen werden. Sicherheitsminister Berni machte die Organisatoren für den Vorfall verantwortlich. Sie hätten mehr Tickets verkauft, als Plätze im Stadion vorhanden sind. Wegen häufiger Gewaltausbrüche sind seit 2013 in der Provinz Buenos Aires Gäste-Fans bei Fußballspielen nicht mehr erlaubt. Somit waren nur Anhänger von Gimnesia im Juan-Carmelo-Zerillo-Stadion. 

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach dem Unglück in einem Stadion auf der indonesischen Insel Java. Dort starben nach einem Polizeieinsatz bei einer Massenpanik mindestens 133 Menschen. Nach dem Ende der Erstliga-Partie zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Stadt Malang waren am vergangenen Samstag Tausende Fans auf das Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions gestürmt. Die Polizei reagierte gewaltsam mit Schlagstöcken und setzte massiv Tränengas ein.