Berlin - Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) hat das abgebrochene Spiel der C-Jugend zwischen dem BAK und dem SC Staaken für die Gäste gewertet. Bei der Begegnung im Poststadion am 28. Mai war der Vater eines BAK-Spielers nach einem Foulspiel an seinem Sohn auf das Feld gerannt und hatte den Staakener Spieler gewürgt. Während den zu diesem Zeitpunkt mit 2:0 führenden Staakenern der Sieg zugesprochen wurde, wurden der Verbandsliga-Mannschaft von BAK drei Punkte abgezogen, wie der BFV auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitteilte.

Zugleich muss der BAK 300 Euro Strafe zahlen, da der Verein als Ausrichter für die Sicherheit der Veranstaltung verantwortlich war. Beide Vereine haben das Sportgerichtsurteil anerkannt, das somit rechtskräftig ist. Der BFV arbeitet mit beiden Vereinen die Ereignisse weiter auf, um präventiv weitere Vorfälle vermeiden zu können.

Während für den Fußball-Verband mit der Spielwertung die rechtliche Situation geklärt ist, laufen gegen den Vater Ermittlungen durch die Berliner Polizei. Auf Anfrage am Mittwoch konnte die Polizei aber noch keinen aktuellen Stand der Ermittlungen vermelden.