Zum Abschluss der Unesco-Weltkonferenz der Sportminister in Berlin hat sich der deutsche Gastgeber Hans-Peter Friedrich unerwartet kampfeslustig gezeigt. Eingerahmt von drei Frauen auf dem Podium nahm der CSU-Politiker die Sportverbände ins Visier. Es ging um die Finanzierbarkeit von Großveranstaltungen, und Angela Merkels Mann fürs Sportliche rügte, dass die Ansprüche einiger Sportorganisationen ins Unbezahl- und Unvertretbare gewachsen seien.

Friedrich forderte, dass auch kleineren Ländern wieder Zugang zum Kandidatenkreis der Ausrichter gewährt werden müsse, notfalls im Zusammenschluss: „Wir dürfen die Anforderungen nicht so hochschrauben, dass kleinere und nicht so reiche Länder ausgeschlossen werden.“ Auch monierte er, dass eine Sportveranstaltung unmöglich eine Volkswirtschaft in die Bredouille bringen dürfe, weil Bauten verlangt würden, die später ohne Nachnutzung blieben. „Wir müssen“, sagte Friedrich forsch, „den Verbänden, die zur Großmannssucht neigen, Grenzen aufzeigen.“

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